Update: Unser wunderbarer Mond

Wie entstand der Mond und warum ist es uns von Bedeutung? Forscher haben gelernt, dass die Größe der zusammenprallenden Himmelskörper, die unseren Mond geformt haben, noch mehr Beweis für das Design des Mondes liefert.

Ich habe früher was über die erstaunliche Feinabstimmung in der Formation unseres Mondes geschrieben 1 sowie über die feinabgestimmten Eigenschaften, die er heute zeigt, die eine Schlüsselrolle in der Entstehung des höheren Lebens gespielt haben.2 Der Grad der Feinabstimmung ist so komplex und so exquisite, dass ein Fachmann in der Forschung der Entstehung des Mondes in der Fachzeitschrift Nature schrieb, dass diese Feinabstimmung eine “philosophische Unruhe” unter seinen Kollegen ausgelöst hat.3 Jetzt sind neue Entdeckungen ans Licht gekommen, die zweifelsohne noch mehr philosophische Unruhe auslösen und, man darf hoffen, zur breiteren Anerkennung von Gottes Rolle im Design des Monds zugunsten der Menschheit führen werden.

Ein erstaunlicher Mond
Unser Mond ist wie kein anderer Mond. Im Verhältnis zur Maße des Heimatplaneten ist der Mond 52-Mal größer als jeder anderer bekannter Mond. Dank der extrem-großen Masse im Verhältnis zu der Masse der Erde verleiht der Mond die folgenden Vorteile:

  1. Die Neigung der Drehachse der Erde variiert um nur ±1°..
  2. 2. Die Drehgeschwindigkeit der Erde ist jetzt eine Umdrehung per 24 Stunden. Diese ist langsam genug, die Pole-zu-Äquator-Temperaturunterschiede zu minimieren aber schnell genug, dass die Drehachseneigung stabil bleibt.
  3. 3. Die Erde empfing außergewöhnliche Mengen von sehr siderophile (“Eisen-liebend”) Elemente (Gold, Platin, Palladium, Iridium, Rhenium, Rhodium, Ruthenium und Osmium), die für die Entwicklung und Erhaltung einer High-tech-Zivilization unabdingbar sind.
  4. Pflanzenfresser und Fleischfresser auf der Erde haben optimale Nachtbeleuchtung.
  5. Die Erde gewinnt durch den Einfluss des Mondes einen optimalen Eiszeitzyklus, der globale Zivilisation und eine hohe menschliche Bevölkerung erlaubt.

Dank dem kleinen eisernen Kern des Mondes und seiner porösen Kruste wird die große Maße des Mondes durch eine niedrige Dichte ausgeglichen. Daher hat der Mond einen großen Durchmesser im Verhältnis zu seiner Masse (groß aber nicht schwer). Derzeit schneidet der Mond einen Winkel im Himmel aus der Perspektive der Erdoberfläche, der mit dem Winkel, den die Sonne schneidet, identisch ist. Diese zufällige und einzigartige Identität bedeutet, dass Menschen auf der Erde perfekte Sonnenfinsternisse beobachten können. Dass Astronomen die Gelegenheit haben, perfekte Sonnenfinsternisse zu beobachten, schenkt ihnen ein unersetzbares Werkzeug, das ihnen erlaubt, die Sonnenkorona mit einem Abstand von bis zu 10° von der sichtbaren Sonnenscheibe zu beobachten. Perfekte Sonnenfinsternisse erlauben auch detaillierte Beobachtungen von der Sonnenatmosphäre, Chromosphäre und Sonneneruptionen. Viel von dem, was Astronomen über Sonnenkoronae, Chromosphären, Atmosphären und Eruptionen gelernt haben, haben sie nur gelernt, weil sie diese perfekten Sonnenfinsternisse wiederholt beobachten konnten. Das Timing der Sonnenfinsternisse hat Historikern erlaubt, einen Kalender der frühen Geschichte der Menschheit herzustellen.

Perfekte Sonnenfinsternisse haben auch die erste Bestätigung von Albert Einsteins allgemeiner Theorie der Relativität geliefert. Einsteins Theorie behauptete, dass das Universe ein finites Alter hatte—es begann, und das brachte mit sich die Folgerung, dass es einen kosmischen Beginner gab, einen der der biblischen Beschreibung von Gott sehr gut entspricht.

Wenn der Mond nicht genau diese Eigenschaften hätte, die er hat, wäre höheres Leben nicht möglich. Darüber hinaus hätten Menschen die Fülle an überzeugende Beweise für Gottes Existenz, Attribute und die göttliche Inspiration der Bibel, die wir haben, nicht.

Neue Entdeckungen liefern noch mehr Beweis für Design
Vor mehr als ein Jahrzehnt stellten Astronomen fest, dass der Mond als Endprodukt der Kollision von einem Planeten mit ungefähr der Maße des Mars, den sie Theia nannten, und der primordialen Erde, entstand. Messungen aber zeigten, dass die Erde und der Mond die gleichen Verhältnissen von Sauerstoffisotopen hatten.4 Diese Identität wies darauf hin, dass die zwei Planetenentweder die identische Urzusammensetzung zum Punkt der Kollision hatten oder ihre Zusammensetzungen wurden völlig durchmischt. . Wenn Letzteres geschehen sein sollte, mussten die Massen der zwei Körper ähnlich gewesen sein.

Wenn die Urzusammensetzungen des Planetenpaars fast identisch wären, musste Theia sich um den gleichen Orbitalabstand von der Sonne wie die Urerde geformt haben. Obwohl es nicht unmöglich ist, wirft dieses Szenariostarke Herausforderungen für die Versuche, die Dynamik des frühen Sonnensystems zu modellieren, auf. Von der Annahme ausgehend, dass Theia und die Urerde fast die gleiche Ausgangsmasse hatten, haben Astronomen bis dato kein Modell der Formation des Mondes herstellen können, das die heutigen Eigenschaften des Mondes und der Erde ergibt.

In ihrem Modell der geochemischen Einflüsse der Kollision, die den Mond ergab, auf den Erdmantel zeigten drei Geophysiker, dass ein Theia, der größer war als 15 Prozent der heutigen Erdmasse immer die heutigen Konzentrationen der siderophilen Elemente Nickel, Kobalt, Chromium und Vanadium unmöglich machte.5 Aber ein Theia, der nur 11–15 Prozent der heutigen Erdmasse hatte, bedeutet immer, dass die Erde und der Mond unterschiedliche Sauerstoffisotopen-Zusammensetzungen hätten haben müssen.

In einer neulich erschienenen Ausgabe von Nature Geoscience stellte ein Team aus drei Planetenastronomen eine hochgenaue Analyse der Oxygenisotopen in unterschiedlichen Mondlithologien (Einheiten von Stein).6 Ihre Analysen stellten fest, dass der Mond und die Erde tatsächlich unterschiedliche Sauerstoffisotopen-Zusammensetzungen haben. Ganz genau zeigten die drei Planetenastronomen, dass, während die Krustenstein vom Mond und der Erde sehr ähnliche Sauerstoffisotopenverhältnisse aufweisen, Gesteinsproben aus dem tiefen Mondmantel isotopisch schwerer im Vergleich zum Erdgestein sind. Diese Befunde weisen darauf hin, dass das tiefe Innen des Mondes noch die isotopische Zusammensetzung von Theia besitzt, während die hohen Schichten des Mantels durch die Theia-Erde-Kollision völlig homogenisiert wurde.

Philosophische Folgerungen
Die neuen Entdeckungen haben die letzten signifikanten Anomalien in den Modellen der Mondformation beseitigt. Die neuen, zuverlässigen Einschränkungen für die Masse von Theia stimmen mit den beobachteten Eigenschaften des heutigen Mondes und der Erde überein. Quantitative Beweise erlauben, dass Theia mit einem anderen Orbitalabstand von der Erde hätte sich bilden können.Diese zwei Entdeckungen bedeuten, dass der schon dargelegte Beweis für die außergewöhnlichen, feinabgestimmten Designs-Eigenschaften der Mond-bildenden Kollision jetzt fest begründet ist, und damit Beweis für einen Feinabstimmer der den Mond gebildet hat.

Bild:Künstlerische Darstellung der Mond-bildenden Kollision
Bildnachweis:NASA

Endnoten
  1. Hugh Ross, “The Remarkable Design of the Solar System’s Youth, Part 2,” Today’s New Reason to Believe (blog), 6.Juni.2011, /todays-new-reason-to-believe/read/tnrtb/2011/06/06/the-remarkable-design-of-the-solar-system-s-turbulent-youth-part-2; Hugh Ross, “Increasing Lunar Coincidences Lead to ‘Philosophical Disquiet,’” Today’s New Reason to Believe (blog), 3.Februar.2014, https://www.reasons.org/articles/increasing–lunar–coincidences–lead–to–philosophical–disquiet; Hugh Ross, Improbable Planet (Grand Rapids: Baker, 2016), 48–59, https://support.reasons.org/purchase/improbable-planet; Hugh Ross, “Where Did Earth Get Its Fine-Tuned Supply of Water?” Today’s New Reason to Believe (blog), 6.August.2018, /todays-new-reason-to-believe/read/todays-new-reason-to-believe/2018/08/06/where-did-earth-gets-its-fine-tuned-supply-of-water.
  2. Hugh Ross, “Solar and Lunar Tides Designed for Complex Life,” Today’s New Reason to Believe (blog), 25.März.2019, /todays-new-reason-to-believe/read/todays-new-reason-to-believe/2019/03/25/solar-and-lunar-tides-designed-for-complex-life; Hugh Ross, “Lunar Designs Optimize Life for Both Predators and Prey,” Today’s New Reason to Believe (blog), 20.November.2017, /todays-new-reason-to-believe/read/todays-new-reason-to-believe/2017/11/20/lunar-designs-optimize-life-for-both-predators-and-prey; Hugh Ross, “Thank God for Perfect Solar Eclipses,” Today’s New Reason to Believe (blog), 10.Juli.2017, /todays-new-reason-to-believe/read/todays-new-reason-to-believe/2017/07/10/thank-god-for-perfect-solar-eclipses; Hugh Ross, “Rare Moon Just Got Rarer,” Today’s New Reason to Believe (blog), 5.Juni.2017, /todays-new-reason-to-believe/read/todays-new-reason-to-believe/2017/06/05/rare-moon-just-got-rarer; Hugh Ross, “Yet More Reasons to Thank God for the Moon,” Today’s New Reason to Believe (blog), 22.November.2016, /todays-new-reason-to-believe/read/todays-new-reason-to-believe/2016/11/22/yet-more-reasons-to-thank-god-for-the-moon; Hugh Ross, “Confirming the Moon’s Vital Role,” Today’s New Reason to Believe (blog), November 10, 2008, /todays-new-reason-to-believe/read/tnrtb/2008/11/10/confirming-the-moon’s-vital-role.
  3. Tim Elliott, “A Chip Off the Old Block,” in “Shadows Cast on Moon’s Origin,” Nature 504 (5.Dezember.2013): 90, doi:10.1038/504090a.
  4. U. Wiechert et al., “Oxygen Isotopes and the Moon-Forming Giant Impact,” Science 294, no. 5541 (12.Oktober.2001)é: 345–48, doi:10.1126/science.1063037; Michael J. Spicuzza et al., “Oxygen Isotope Constraints on the Origin and Differentiation of the Moon,” Earth and Planetary Science Letters 253, nos. 1–2 (Januar 2007): 254–65, doi:10.1016/j.epsl.2006.10.030; Edward D. Young et al., “Oxygen Isotopic Evidence for Vigorous Mixing During the Moon-Forming Giant Impact,” Science 351, no. 6272 (29.Januar.2016): 493–96, doi:10.1126/science.aad0525.
  5. Hélène Piet, James Badro, and Philippe Gillet, “Geochemical Constraints on the Size of the Moon-Forming Giant Impact,” Geophysical Research Letters 44, no. 23 (Dezember 2017): 11,770–77, doi:10.1002/2017GL075225.
  6. Erick J. Cano, Zachary D. Sharp, and Charles K. Shearer, “Distinct Oxygen Isotope Compositions of the Earth and Moon,” Nature Geoscience 13 (9.März. 2020): 270–74, doi:10.1038/s41561-020-0550-0.